Deutschland bleibt nach wie vor das Hauptland unter den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union, welche denjenigen, die sich ihren Familienmitgliedern in Deutschland anschließen möchten die erste Aufenthaltserlaubnis erteilen.

Im Jahr 2019 waren es 167.443 aus familiären Gründen erteilten Erstaufenthaltsgenehmigungen, somit führt Deutschland mit den meisten diesbezüglichen erteilten Aufenthaltsgenehmigungen, gefolgt von Spanien mit 143.860 erteilten Erstaufenthaltsgenehmigungen und Italien mit rund 100.939.

Der neuste Bericht des statistischen Amtes der Europäischen Union, Eurostat, zeigt, dass allein im Jahr 2019 die 27 EU-Mitgliedstaaten insgesamt 3 Millionen Erstaufenthaltsgenehmigungen für Drittstaatsangehörigen erteilt haben.

Demselben Bericht zufolge, ist Deutschland das zweite Land mit den meisten erteilten Erstgenehmigungen, von denen insgesamt 460.340 – also 36,4 % aus familiären Gründen ausgestellt wurden.

„Deutschland (167.000), Spanien (144.000), Italien (101.000) und Frankreich (98.000) waren die EU-Mitgliedstaaten mit der höchsten Anzahl von Erstaufenthaltsgenehmigungen, die 2019 aus familiären Gründen ausgestellt wurden. Diese vier Länder machten 63,0 Prozent der EU-27-Gesamtzahl aus“, rundet der Bericht die Zahlen ab.

Ebenfalls wird darauf hingewiesen, dass in 11 Mitgliedstaaten familienbezogene Gründe die häufigsten Gründe für die Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen waren, während in Italien und Belgien mehr als die Hälfte aller auf nationaler Ebene erteilten Genehmigungen familienbezogene Gründe hatten.

Dieser Bericht stellt außerdem fest, dass der wichtigsten Faktoren, welche die hohe Zahl von Drittstaatsbürgern, die eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland beantragen, beeinflusst hat, die etablierten Netzwerke der Migranten sind, so wie die hohe Zahl von türkischen Bürgern, die eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland beantragen, aufgrund einer großen türkischen Gemeinschaft welche sich im Land etabliert hat. 

Wenn es um die Staatsangehörigkeit geht, die eine deutsche Erstaufenthaltserlaubnis erhalten haben, für die verschiedensten Zwecke, sind folgende Länder:

 

  • Syrien – 63,067 (13.7)
  • Türkei – 27,212 (5.9)
  • Indien – 25,497 (5.5)
  • Afghanistan – 25,297 (5.5)
  • Kosovo 22,128 (4.8)
  • Andere Länder – 297,139 (64.5)

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lebten 2019 in Deutschland 21,2 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, was 26 Prozent der Bevölkerung in Deutschland entspricht. Im Vorjahr, 2018, lebten 20,8 Millionen Menschen mit demselben Hintergrund im Land, wobei diese Personen oder mindestens ein Elternteil nicht die deutsche Staatsbürgerschaft von Geburt an erworben hatte.

Während die Anzahl der Personen, die im selben Jahr nach Deutschland eingewandert sind, nach wie vor sehr hoch ist, stellt Destatis fest, dass der Anstieg um 2,1 Prozent der niedrigste prozentuale Anstieg seit 2011 war.