Deutschland hat beschlossen, alle Grenzpendler, die in systemrelevanten Berufsbereichen arbeiten, von dem Einreiseverbot für Ankünfte aus Österreich und der Tschechischen Republik zu befreien.

Diese Entscheidung hat das deutsche Innenministerium bekannt gegeben, das in einer Pressemitteilung erläuterte, dass Minister Horst Seehofer mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer Bayern und Sachsen vereinbart hat, Pendlern in systemkritischen Sektoren die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen, dies trotz der vorübergehenden Wiedereinführung von Kontrollen an den deutschen Grenzen.

Minister Seehofer zufolge sind die Grenzen Deutschlands mit Österreich und der Tschechischen Republik auf vielfältige Weise miteinander verbunden, so auch im Arbeitsbereich. Er hat die deutschen Behörden dazu veranlasst, grenzüberschreitende Pendler vom Einreiseverbot auszunehmen.

„Grenzüberschreitende Pendler, die in systemkritischen Bereichen beschäftigt sind, sollten weiterhin nach Deutschland einreisen können. Wo immer möglich handeln wir pragmatisch. Die Lösung, die wir jetzt für den grenzüberschreitenden Verkehr gefunden haben, könnte als Modell für die künftige Bekämpfung der Pandemie in diesem Bereich dienen“, sagte Minister Seehofer.

Deutschland verhängte am Sonntag, dem 14. Februar ein Einreiseverbot für beide Nachbarländer, Österreich und der Tschechischen Republik, nach der Zunahme der COVID-19-Fälle in den Nachbarländern.

In den Grenzregionen der Bundesländer Bayern und Sachsen waren Pendler jedoch aufgrund der Bedeutung ihrer Arbeit vom Verbot ausgenommen.

Die zuständigen Behörden der Bundesländer Bayern und Sachsen stellen diesen Arbeitnehmern offizielle personalisierte Zertifikate aus, in denen der einzelne Arbeitnehmer und das Unternehmen angegeben sind. Ab dem 17. Februar 2021 müssen daher Arbeitnehmer, die in als kritisch eingestuften Unternehmen beschäftigt sind, diese Bescheinigungen beim Grenzübertritt mitführen und vorlegen.

„Die Bundesländer Bayern und Sachsen sind dafür verantwortlich, zu bestimmen, welche Unternehmen gemäß der Mitteilung der Kommission als kritisch eingestuft werden und deren Arbeitnehmer somit von den Einreisebeschränkungen ausgenommen sind“, stellt das Innenministerium in seiner Pressemitteilung fest.

Es wird auch darauf hingewiesen, dass Reisende, die die oben genannten Kriterien nicht erfüllen, von der Einreise nach Deutschland ausgeschlossen werden.

Derzeit ist Deutschland das zehnte Land der Welt mit der höchsten Anzahl von COVID-19-Fällen, die seit Beginn der Pandemie festgestellt wurden – 2.346.876. Die Zahl der durch das Virus verursachten Todesfälle beträgt 65.949, während das Land weitere 152.127 aktive Fälle hat.

Die Zahl der COVID-19-Fälle weltweit beträgt 109.709.892 mit 2.419.869 Todesfällen.