Startseite / Nachrichten / Deutschland erlaubt Schengen-Visa-Inhabern, bis zum 30. September im Land zu bleiben und gleichzeitig eine Erwerbstätigkeit auszuüben

 

Das Bundesinnenministerium hat beschlossen, die zulässige Aufenthaltsdauer für Inhaber abgelaufener oder auslaufender Schengen-Visa, die Deutschland aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht verlassen können, bis zum 30. September zu verlängern.

Die Entscheidung wurde am 17. Juni getroffen, als der Bundesrat eine Verordnung des Bundesinnenministeriums für die Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von Inhabern von auslaufenden Schengen-Visa und für die vorübergehende Befreiung für den Transit zum Zweck des Austritts aus dem Schengen-Raum von der Anforderung einer Aufenthaltserlaubnis aufgrund der COVID-19-Pandemie bekannt gegeben hat.

Auf der Grundlage von § 99 Abs. 1 Nr. 1 des Aufenthaltsgesetzes unterstützte der Rat die Verordnung, die die Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von dem Erfordernis einer Aufenthaltserlaubnis für Inhaber von Schengen-Visa im Bundesgebiet und die vorübergehende Befreiung vom Erfordernis einer Aufenthaltserlaubnis für den Transit durch das Bundesgebiet zum Verlassen des Schengen-Raums regelt.

Ausländer, die sich am 17. März 2020 mit einem gültigen Schengen-Visum im Bundesgebiet befanden oder nach dem 17. März 2020 in das Bundesgebiet eingereist sind,

Und sich bis zum Inkrafttreten dieser Verordnung mit einem gültigen Schengen-Visum im Land aufhielten, wie auch jene die bis zum 30. Juni im Bundesgebiet gewohnt haben, sind ab dem 1. Juli bis zum 30. September 2020 von der Anforderung einer Aufenthaltserlaubnis befreit“, heißt es in der Verordnung.

Die erste Verordnung, die im März vom Ministerium veröffentlicht wurde, hatte die Gültigkeit von Schengen-Visa bis Ende Juni vorgesehen. Die zweite Verordnung wurde aufgrund der anhaltenden Pandemie und einer Erhöhung der Infektionsraten in Drittländern getroffen.

Das Ministerium hat bei der zweiten Verordnung nun beschlossen, diesen Personen, die von der Aufenthaltserlaubnis befreit sind, auch die Ausübung einer Erwerbstätigkeit zu gestatten, auf die ihr Schengen-Visum bis zum 30. September 2020 Anspruch hat.

Dazu gehört auch eine Beschäftigung, die nicht als Beschäftigung im Sinne des Aufenthaltsgesetzes gilt“, erklärt die Verordnung.

Wer aus einem anderen Schengen-Land in das Bundesgebiet einreisen möchte, kann dies bei einem Aufenthalt von maximal drei Tagen tun, falls die Person dazu berechtigt ist, sich in dem anderen Schengen-Land aufzuhalten, aus dem er nach Deutschland einreisen darf. Diese Maßnahme gilt bis zum 30. September 2020.

Diese Verordnung ist am Tag nach der Bekanntgabe in Kraft getreten und gilt bis zum 30. September 2020.