Die deutschen Behörden haben entschieden, die Binnengrenzkontrollen für die Tschechische Republik abzuschaffen. Die Entscheidung wurde zwei Monate nach der Auferlegung dieser Beschränkungen für Einreisen aus der Tschechischen Republik getroffen, um die weitere Verbreitung des COVID-19 zu stoppen.

Die internen Grenzkontrollen zu Tschechischen wurden am 14. Februar eingeführt und wiederholt bis zum 14. April verlängert.

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer kommentierte die neue Entscheidung wie folgt: Die Binnengrenzkontrollen im Herzen Europas sollten nur in Notfällen durchgeführt werden.

„Mit Blick auf die gesunkenen Infektionszahlen in Tschechien können wir die Grenzkontrollen beenden und auf eine intensivierte Schleierfahndung zur Durchsetzung der Einreiseverordnung umstellen“, fügte der Minister noch hinzu.

Außerdem erklärte das Außenministerium noch, dass vom 2. November 2020 bis mindestens zum 18. April 2021 auf der Grundlage eines Beschlusses von Bund und Ländern verschiedene Unterkünfte nur Übernachtungen für notwendige Reisen anbieten.

Daher sind touristische Übernachtungsangebote im Land nicht mehr zulässig und es kann nur für notwendige Zwecke ein Touristenvisum ausgestellt werden.

Darüber hinaus hat Deutschland zum 30. März für alle Personen, die per Flug in das Land einreisen, obligatorische COVID-Tests eingeführt, mit nur wenigen Ausnahmen, wie Personen unter sechs Jahren und Besatzungsmitglieder von Flugzeugen.

Deutschland hat außerdem die Anforderungen für zwei verschiedene Coronavirus-Risikobereiche bekannt gegeben.

Risikogebiete: Alle Personen, die nach einem Aufenthalt von mindestens zehn Tagen in einem Land eingestuft als COVID-19-Risikogebiet nach Deutschland zurückkehren, sind verpflichtet, sich nach ihrer Einreise zehn Tage lang Selbstquarantäne zu begeben. Sie müssen sich auch auf dem digitalen Anmeldeformular registrieren und bei der Einreise nach Deutschland einen Registrierungsnachweis vorlegen. Alle Personen, die aus einem in diesem Gebiet aufgeführten Land kommen, dürfen ihre Selbstisolation verlassen, sofern sie nach dem fünften Tag einen negativen Test vorlegen können.

Hochrisikogebiete: Alle Personen, die aus einem Hochrisikogebiet, in dem COVID-19-Varianten weit verbreitet sind, nach Deutschland zurückkehren, unterliegen strengeren Vorschriften. Jeder, der zehn Tage in einem der Hochrisikoländer geblieben war, muss dem Beförderer vor der Abreise einen negativen Coronavirus-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist, und sich zehn Tage lang nach Ankunft in Deutschland Selbstquarantäne begeben.

Die Liste der Länder, in denen COVID-19-Varianten weit verbreitet sind und gegen die Deutschland strenge Vorschriften erlassen hat, umfasst Botswana, Brasilien, Swasiland, Frankreich, Lesotho, Malawi, Mosambik, Sambia, Simbabwe und Südafrika.

Hingegen gelten jetzt Finnland und Israel nach einer gemeinsamen Analyse des Gesundheitsministeriums, des Auswärtigen Amtes und des Innenministeriums nun als Gebiete mit geringem Risiko.