Deutschland plant, die Reisewarnung für die meisten Länder aufzuheben, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie-Situation in den letzten Monaten verhängt wurden.

Die Entscheidung zur Abschaffung der Reisewarnung wurde vom deutschen Außenminister Heiko Maas bekannt gegeben, der darauf hinwies, dass eine solche Entscheidung dazu beitragen würde, das Land wieder zur Normalität zu bringen.

Das Land hat in den letzten sieben Tagen mindestens 60.105.411 Coronavirus-Impfstoffdosen verabreicht, mit einer ungefähren Rate von 737.242 Dosen pro Tag.

Dennoch wies Maas darauf hin, dass alle anderen Beschränkungen für Ankünfte aus Ländern, in denen die COVID-19-Mutationen weit verbreitet sind, weiterhin bestehen bleiben.

Diese Entscheidung, die Reisewarnung aufzuheben, soll ab dem 1. Juli in Kraft treten, berichtet Germany-Visa.org.

„Die Verbesserung der epidemiologischen Lage in Deutschland und weiten Teilen Europas, die fortschreitenden Impfungen und die Einführung des Digitalen COVID-Zertifikats (DCC) erleichtern das Reisen ab dem 1. Juli 2021. Daher werden auch die Reisewarnungen ab dem 1. Juli angepasst“, heißt es in der Mitteilung des Außenministeriums.

Ebenfalls gab das gleiche Ministerium bekannt, dass Länder, die in den letzten sieben Tagen zwischen 50 und 200 Infektionsfälle pro 100.000 Einwohner registriert haben, nicht mehr zu den „Gebieten mit hoher Inzidenz“ gehören.

Andererseits bleiben die Beschränkungen für Länder, die eine hohe Anzahl von COVID-19-Infektionsfällen registrieren, weiterhin bestehen.

Derzeit umfasst die Liste der Länder mit den Virusvariantengebieten, die in Deutschland gelten, auch bekannt als Länder, in denen die Coronavirus-Mutationen weit verbreitet und schnell übertragen werden, die folgenden Länder:

  • Botswana
  • Brasilien
  • Swasiland
  • Indien
  • Lesotho
  • Malawi
  • Mosambik
  • Nepal
  • Nordirland
  • Südafrika
  • Das Vereinigte Königreich
  • Uruguay
  • Sambia
  • Zimbabwe

Alle Personen, die nach einem Aufenthalt von mehr als zehn Tagen in einem Virusvariantengebiet nach Deutschland einreisen dürfen, sind verpflichtet, ein negatives COVID-19-Testergebnis, einen Impfnachweis gegen das Virus oder einen Genesungsnachweis vorzulegen.

Außerdem müssen Flugreisende ein negatives COVID-19-Testergebnis vor dem Abflug und ein weiteres bei der Einreise nach Deutschland vorlegen.

Das Ministerium betonte außerdem, dass ab dem 1. Juli Ankömmlinge aus Ländern und Regionen des Schengen-Raums sowie aus Drittstaaten, die keinen Reisebeschränkungen mehr unterliegen, weiterhin ohne Reisebeschränkungen in das Land einreisen dürfen. Allen Personen wird jedoch empfohlen, sehr vorsichtig auf Reisen zu sein.

Bis zum 15. Juni hat Deutschland 3.715.518 COVID-19-Infektionsfälle und 89.844 Todesfälle registriert.

Zuvor hatte Deutschland die Quarantäne-Einreisepflicht für Teilnehmer, die an der Fußball-Europameisterschaft teilnehmen sollten, abgeschafft.