Das Bundesinnenministerium hat bekannt gegeben, dass Teilnehmer der Fußball-EM bei der Einreise nach Deutschland nicht mehr der Quarantänepflicht unterliegen, dies, auch wenn sie aus einem Virusvariantengebiet anreisen.

Das Kabinett wird außerdem im Laufe dieser Woche über weitere Änderungen bezüglich der Einreisebestimmungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie entscheiden, berichtet Germany-Visa.org.

„Die Fußball-Europameisterschaft ist ein sportliches Großereignis, auf das die ganze Welt schaut und für dessen Gelingen Deutschland seinen Teil leisten wird. Wir haben gute Erfahrungen mit den Hygienemaßnahmen in der Fußball-Bundesliga, beim DFB-Pokal und in der Champions-League gemacht, übrigens auch in anderen Disziplinen. Wir entsenden unsere Olympioniken nach Tokio. Wir werden auch die Fußball-EM für die Teams so organisieren, dass wir dem Infektionsschutz gerecht werden.“ heißt es in der Stellungnahme des Ministeriums.

Nach der Ankündigung des Ministeriums wies Innenminister Horst Seehofer darauf hin, dass Deutschland die Fußball-Europameisterschaft unterstützen werde, da es als eines der wichtigsten Sportereignisse weltweit gilt.

Die Ausnahme von den Quarantänevorschriften gilt für vom Organisationskomitee autorisierte Teilnehmer und gilt bis zum 28. Juli. Trotzdem werden alle täglich getestet und müssen auch alle Hygienemaßnahmen einhalten.

Im letzten Jahr 2020 wurde die Fußball-Europameisterschaft und wie auch andere Wettbewerbe aufgrund der Corona-Pandemie verschoben. Die Meisterschaft wird in 11 Städten ausgetragen, darunter auch in München.

Deutschland hält derzeit strenge Beschränkungen gegenüber Ländern aufrecht, in denen sich die COVID-19-Varianten schnell verbreitet, sogenannte Virusvariantengebiete.

Länder, denen die Einreise nach Deutschland aufgrund der Virusvarianten verboten ist, sind Brasilien, Botswana, Swasiland, Indien, Lesotho, Nepal, Malawi, Mosambik, Sambia, Simbabwe, Südafrika, Uruguay, Großbritannien und Nordirland.

Deutschland erlaubt hingegen die Einreise für Reisende aus den Ländern der Europäischen Union und des Schengen-Raums, einschließlich Island, Norwegen, der Schweiz und Liechtenstein.

Nach der EU-Empfehlung dürfen wieder Reisende aus Australien, Japan, Neuseeland, Singapur, Südkorea und Thailand nach Deutschland einreisen.

Alle Personen, die aus einem EU-/Schengen-Raum-Land, das auf der Liste der Hochinzidenz- oder Risikogebiete aufgeführt ist, nach Deutschland einreisen, müssen sich vorab online registrieren und innerhalb von 48 Stunden vor Einreise ein negatives Testergebnis vorlegen.

Reisende aus diesen Gebieten, die bereits gegen das COVID-19 geimpft wurden oder sich vom Virus erholt haben, können jedoch auf Tests und Quarantänevorschriften verzichten.

Bis zum 9. Juni 2021 hat Deutschland rund 3.702.688 COVID-19-Infektionsfälle und 89,38 Todesfälle registriert, während bis zum 7. Juni 2021 schon rund 46 Prozent der Gesamtbevölkerung geimpft waren.