Deutschland hat seit dem 1. März 2020, als das Einwanderungsgesetz für Facharbeiter eingeführt wurde, bis heute, nach einem Jahr, rund 30.000 Visa für Facharbeiter und Auszubildende aus Drittländern ausgestellt.

Anlässlich des ersten Jahrestages des deutschen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes hat das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat eine Pressemitteilung herausgegeben, in der unter anderem einige der im Rahmen des Gesetzes erzielten Erfolge aufgeführt wurden.

Laut Angaben des Ministeriums haben die deutschen diplomatischen Vertretungen im ersten Jahr des Gesetzes trotz der Pandemie fast 30.000 Visa an qualifizierte Fachkräfte und Auszubildende aus Drittländern ausgestellt, während mehrere Bundesländer sogar zentrale Einwanderungsbehörden eingerichtet haben, die sich darauf spezialisiert haben Fragen im Zusammenhang mit der Einwanderung von Fachkräften zu bearbeiten.

Darüber hinaus wurde beim Bundesamt für Arbeit eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet, für die berufliche Anerkennung interessierter Fachkräfte aus dem Ausland.

Der Außenminister Heiko Maas äußerte sich zu dem Meilenstein und wies darauf hin, dass es Deutschland trotz der Pandemie gelungen sei, im Jahr 2020 viele Fachkräfte zu gewinnen, welche die deutschen Unternehmen dringend benötigen, und lobte außerdem das Bundesamt für auswärtige Angelegenheiten für ihre Arbeit.

„Das Werben um die besten Köpfe beginnt bereits vor der Einreise nach Deutschland. Deshalb haben wir Anfang des Jahres das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten gegründet, in dem unsere Experten Visa-Anträge aus aller Welt digital bearbeiten“, sagte der Minister unter anderem.

Bundesinnenminister Horst Seehofer erinnerte daran, dass er vor einem Jahr gesagt habe, dass das Einwanderungsgesetz ein Meilenstein in der deutschen Migrationspolitik sei.

“Heute kann ich auf die Zahlen verweisen, denn die sprechen für sich. Schon ein Jahr nach Einführung sind wir im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte erfolgreich und bieten Menschen gleichzeitig einen legalen Weg in den deutschen Arbeitsmarkt”, sagte er ebenfalls.

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz wurde im vergangenen Jahr von den deutschen Behörden im Rahmen eines vom Deutschen Bundestag im Juni 2019 verabschiedeten Gesetzespakets zur Migration ins Leben gerufen.

Das Gesetz erlaubt Arbeitnehmern, die eine hochwertige Berufsausbildung absolviert haben, nach Deutschland einzureisen, um eine Ausbildung zu finden und zu Arbeiten.

Hauptzweck ist es, qualifizierten Arbeitskräften aus Nicht-EU-Ländern einen leichteren Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen, die Zahl der Arbeitskräfte in Deutschland zu erhöhen und viele Stellen zu besetzen, die in Deutschland aufgrund des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften in diesen Bereichen noch offen sind.

Die Einwanderungsbestimmungen nach diesem Gesetz gelten nicht für “nicht qualifizierte Arbeitskräfte“.